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Ansatz für neue Impfmethoden
Forscher der Universität Genf haben ein Molekül entdeckt, das den Körper bei einer Virusinfektion zur effizienten Abwehrreaktion anregt. Der Mechanismus könnte dabei helfen, neue Impfmethoden zu entwickeln.
Unser Immunsystem reagiert prompt auf Krankheitserreger, die in den Körper eindringen. Sofort wird eine ganze Armee von Abwehrzellen freigesetzt, welche die Eindringlinge - zum Beispiel Viren und Bakterien - suchen und zerstören.
Eine ganz besonders wichtige Rolle in dieser Abwehrreaktion nehmen so genannte T-Killerzellen ein.
Wie diese Abwehrzellen mobilisiert werden, ist aber ein noch nicht vollständig gelöstes Rätsel, wie die Universität Genf am Donnerstag mitteilte. Forscher gingen bisher davon aus, dass es vor allem molekulare Muster des Krankheitserregers sind, welche vom Immunsystem erkannt werden und die Abwehrzellen auf den Plan rufen.
Reaktion auf Zellschäden
Nun haben Forscher um Daniel Pinschewer von der Uni Genf aber gemeinsam mit Kollegen aus Berlin einen anderen, neuen Mechanismus entdeckt. Wie die Wissenschaftler im Fachmagazin "Science" berichten, wird diese Art der Immun- Alarmierung erst in Gang gesetzt, wenn ein Virus bereits bestimmte Körperzellen getötet hat.
Sterben diese Zellen ab, setzen sie unter anderem ein Eiweiss namens Interleukin 33 (IL-33) frei. Bei Mäusen wiesen die Forscher nach, dass erst IL-
33 zu einer kräftigen Immunantwort führt. Mäuse, die genetisch so verändert waren, dass ihr Immunsystem IL-33 nicht erkennen konnte, waren auch nicht in der Lage, die Infektion abzuwehren.
Laut den Forschern könnte IL-33 benutzt werden, um zum Beispiel mit einer Impfung die Immunabwehr zu verstärken. Solche Impfmethoden sind laut ihnen nicht nur gegen Infektionskrankheiten wie HIV, Hepatitis oder Malaria vielversprechend, sondern auch gegen Krebserkrankungen. Denn T-Killerzellen können auch Tumorzellen abtöten.
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